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Den Teufelskreis durchbrechen

MitarbeiterInnen und Auszubildende des DGVT-Ausbildungszentrums Berlin engagieren sich ehrenamtlich in der psychosozialen Versorgung Geflüchteter


Monika BasquéEin Interview mit Monika Basqué
Als vor zwei Jahren der Zustrom von Geflüchteten auch in Berlin zunahm, ergriffen am dortigen DGVT-Ausbildungszentrum (ABZ) für Psychologische PsychotherapeutInnen die Leiterin Monika Basqué und etliche MitarbeiterInnen und PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiA) die Initiative. „Wir wollten unsere Kompetenzen einbringen. Es war ja offenkundig, dass gerade unter den Geflüchteten viele traumatisierte Menschen waren, die Unterstützung benötigen“, berichtet Monika Basqué. Einen ersten Anknüpfungspunkt fanden sie in den Notunterkünften des Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Die Beratungsstelle Xenion, die seit 1986 traumatisierte Flüchtlinge und Opfer von Menschenrechtsverletzungen psychosozial begleitet, bot einen Rahmen und wichtige Unterstützung für die Arbeit mit Geflüchteten.

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Aktueller Stand der Reform des SGB VIII:
Die „kleine“ Reform wird zum 01.01.2018 umgesetzt

10. Mai 2017

Das Bundeskabinett hat am 12. April 2017 den von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig vorgelegten Gesetzentwurf eines „Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes“ beschlossen. Der Artikel zum aktuellen Stand gibt einen Überblick die bisherige Entwicklung des Gesetzes. Die Stellungnahme des Paritätischen, in dem die DGVT als Mitgliedsorganisation mitarbeitet, zeigt die notwendigen Änderungen auf, die im parlamentarischen Verfahren an dem Gesetzentwurf vorgenommen werden sollten.
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DGVT-Stellungnahme: Faktencheck ambulante psychotherapeutische Versorgung

28. April 2017

Die psychotherapeutische und psychosoziale Versorgung hierzulande ist immer wieder ein Thema, das in den Medien schlaglichtartig beleuchtet wird. Insbesondere überlange Wartezeiten für ambulante psychotherapeutische Behandlungen stehen häufig im Blickpunkt der Berichterstattung. Zu selten werden dabei aus unserer Sicht die Ursachen und Verantwortlichkeiten für diesen Missstand benannt.
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Wartezeitenproblematik im Bereich der Psychotherapie – Schreiben an den GKV-Spitzenverband

28. April 2017

Aktuelle Kommentare von Seiten des GKV-Spitzenverbands in der letzten Zeit deuten darauf hin, dass die Wartezeitenproblematik im Bereich der Psychotherapie nicht gesehen, bzw. voreilig davon ausgegangen wird, dass diese sich nun durch die Einführung der Psychotherapeutischen Sprechstunden lösen würde.
Wir haben die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Dr. Doris Pfeiffer dazu aufgefordert, ihre Position zum Thema Wartezeiten in der Psychotherapie darzulegen.
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Neue Versorgungsformen für die ambulante Psychotherapie – Fachsymposium von DGVT und DGVT-BV am 13. März 2017 in Berlin

21. April 2017

Ende 2015 hat die DGVT einen Forschungsauftrag an AGENON, ein Berliner Unternehmen, das sich auf Forschung und Entwicklung im Gesundheitswesen spezialisiert hat, vergeben. Im Rahmen der Expertise wurden neue ambulante psychotherapeutische Versorgungsformen und -angebote jenseits der Psychotherapierichtlinie untersucht.
In dem Workshop am 13. März 2017 wurden die Ergebnisse der Untersuchung vorgestellt und anschließend beispielhaft 3 Verträge zur integrierten Versorgung.

Aufruf zum Protest: Bitte machen Sie mit!

07. April 2017

DGVT-BV ruft PsychotherapeutInnen zum Protest gegen Honorarbeschluss des EBA auf – Fehlsteuerung bei der psychosozialen Versorgung setzt sich fort
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Stellungnahme der DGVT zum Weltgesundheitstag

07. April 2017

Über Depressionen sprechen – Weltgesundheitstag am 7. April macht auf wirksame Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam.
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Wie geht es weiter mit der besseren tariflichen Eingruppierung für PP und KJP?

22. März 2017

Das Psychotherapeutengesetz hatte für viele angestellte KollegInnen zunächst mal keine Verbesserungen erbracht, weder in der tariflichen Eingruppierung, noch in der Stellung in den Einrichtungen und Kliniken. Hinsichtlich der tariflichen Eingruppierung war klar, dass der öffentliche Dienst hier der Vorreiter sein muss. Da gab es, nach langjährigen Engagement der ver.di-Bundesfachkommission PP/KJP, im letzten Jahr endlich einen wichtigen Durchbruch: eine eigene Eingruppierung im Tarifvertrag für den

Konsiliarbericht für die Akuttherapie? - eine der offenen Fragen zur Reform der neue Psychotherapierichtlinie

18. März 2017

Die neue Psychotherapierichtlinie (PTR), die zum 1.4.2017 in Kraft tritt, stellt die vermutlich größte Veränderung der ambulanten Psychotherapie in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland dar, seit die Psychotherapie im Jahr 1967 erstmals als Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen eingeführt wurde. Ein umfassendes Regelwerk wie die PTR komplett neu zu fassen, ist ein Mammutprojekt,

Neue Psychotherapievereinbarung im Netz verfügbar

17. März 2017

Inzwischen ist der Text der neuen Psychotherapievereinbarung vom 19. Januar 2017 (In-Kraft-Treten am 1. April 2017) veröffentlicht und kann über die Homepage der Kassenärztlichen Bundesvereinbarung » heruntergeladen werden.

Die Psychotherapievereinbarung zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) regelt die konkrete Umsetzung der neuen Psychotherapierichtlinie in den Praxisalltag. Insbesondere sind hier die zahlreichen (neuen und abgeänderten) Formulare für die Sprechstunde, Therapiebeantragung etc. und die Vorgaben für ihren Einsatz festgelegt. Sie musste in der Folge der neuen Psychotherapierichtlinie zum 1. April 2017 neu gefasst werden.

Die neuen Formulare und eine Ausfüllhinweise der KBV sowie Erläuterungen zum Bezug der Formulare finden Sie » hier.

Befugniseinschränkung reduziert: PP und KJ dürfen Psychosomatische Rehabilitation, Soziotherapie sowie Krankenhausaufenthalte und Krankentransporte wegen psychischer Indikationen verordnen!

16. März 2017

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Presseerklärung vom 16. März verkündet, dass er es endlich geschafft hat, seine entsprechenden Richtlinien über die Verordnung von Soziotherapie, Rehabilitation, Krankenhausbehandlung und Krankentransporte an die gültige Gesetzeslage anzupassen. Das am 23. Juli 2015 in Kraft getretene GKV-Versorgungsstärkungsgesetz hat festgelegt, dass PP und KJP als zulässige Verordner in diese Richtlinien aufzunehmen sind. Nach nunmehr fast zwei Jahren hat der G-BA dies auch tatsächlich geschafft. Zumindest hat er die Entwürfe für neue Richlinien erstellt und dem Bundesgesundheitsministerium zur Prüfung übersandt. (ein etwas unpassender oder ketzerischer Vergleich: die rechtliche Wiederherstellung der Deutschen Einheit nach dem Fall der Mauer hat 11 Monate benötigt). Das Bundesgesundheitsministerium hat nun mehrere Wochen Zeit, um zu prüfen, ob die Entwürfe mit den rechtlichen Vorgaben übereinstimmen. Sofern von dort keine Beanstandung kommt, werden die neuen Richtlinien im Bundesanzeiger veröffentlicht und treten dann in Kraft.

Hier finden Sie die » Presseerklärung des G-BA, die Stellungnahme der Bundespsychotherapeutenkammer und hier auf den » Seiten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) eine etwas ausführlichere Erläuterung zu den Details der Regelungen in den Entwürfen. Die Entwürfe der geänderten Richtlinien selbst wurden leider noch nicht veröffentlicht, auch ist kein Hinweis zu finden, wieviel Zeit das BMG zur Prüfung hat.

Infos zur Höhergruppierung im TVöD

11. März 2017

Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst (TVöD - kommunal/Bund) haben im letzten Jahr einen wichtigen Fortschritt für die PP/KJP erbracht. Zwar einen kleinen, aber immerhin: Eine eigene Eingruppierung für die PP/KJP ab 1.1.17. Der Antrag auf Höhergruppierung kann im ganzen Jahr 2017 gestellt werden und wird dann rückwirkend zum 1.1.17 vollzogen und nachgezahlt. Seitens der Fachkommission PP/KJP bei ver.di und seitens des Ausschusses Psychotherapie in Institutionen der BPtK hatten wir angeregt, den Antrag nicht zu früh zu stellen, denn bei der Höhergruppierung verliert man die in einer Alterstufe angesammelte Zeit bis zur nächsten Alters-/Erfahrungsstufe. Und das kann im Zweifel dann den Vorteil der Höhergruppierung schmälern.

Nun gibt es ein Merkblatt vom 7.3.2017, in dem wir unsere bisherigen Erkenntnisse zusammengestellt haben und die möglichen Problemkonstellationen etwas eingrenzen können. Das Merkblatt ist relativ leicht zugänglich auf der Seite der BPtK unter folgendem Link: » http://www.bptk.de/bptk/gremien/psychotherapeuten-in-institutionen.html

=> Aktuelles – (dort finden sich auch die Beiträge aus dem PTJ zum Thema und Hintergrundinformationen)

Bitte geben Sie diese Hinweise auch an andere KollegInnen weiter, die im Tarifbereich des öffentlichen Dienstes (TVöD/kommunal) beschäftigt sind.

Geplante Novelle des BKA-Gesetzes entspricht nicht den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts!

09. März 2017

DGVT und DGVT-BV kritisieren die geplante Novelle zum BKA-Gesetz: Vertrauensschutz bei Psychotherapeut/innen werde erneut ausgehöhlt und die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes werden nicht beachtet. Hier die Stellungnahme im Wortlaut.

Psychische Erkrankungen führen häufig in eine Armutsspirale

08. März 2017

Die » aktuelle Pressemitteilung der DGVT verweist auf den aktuellen Armutsbericht des Paritätischen über die deutlichen Zusammenhänge zwischen psychischen Erkrankungen und dem Verlust der Teilhabe.

Kommentierungen zur neuen Psychotherapie-Richtlinie

02. März 2017

Inzwischen liegt die endgültige Fassung der ab 1. April gültigen Psychotherapierichtlinie vor und es gibt bereits verschiedene mehr oder weniger kritische Kommentierungen: hier zunächst die Darstellung und Bewertung der Bundespsychotherapeutenkammer; hier zunächst die » Darstellung und Bewertung der Bundespsychotherapeutenkammer; hier die » Kommentierung des DGVT-BV

PsychotherapeutInnen in der Psychiatrie immer wichtiger!

21. Februar 2017

Das Deutschen Krankenhausinstituts gibt in regelmäßigen Abständen das "Psychiatrie-Barometer" heraus. Es stellt die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung bei stationären psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen über aktuelle Fragestellungen und Entwicklungen in diesem Versorgungsbereich dar. Der in diesen Tagen erneut veröffentlichte Bericht dokumentiert die zunehmende Bedeutung der psychotherapeutischen Ausrichtung der psychiatrischen Kliniken. Das kommt gerade recht, denn in diesem und im nächsten Jahr werden im Gemeinsamen Bundesausschuss die verbindlichen Mindeststellenpläne (in der Nachfolge der überholten PsychPV) für die psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken beraten und letztlich festgelegt. Die Diskussion wird vor dem Hintergrund der "Ist-Situation" in den Häusern und nach Auswertung von Leitlinien für die Behandlungsempfehlungen in diesem Bereich erfolgen.
» http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/psychotherap-98.html

Tarifvereinbarung im öffentlichen Dienst (TvL) gibt Hoffnungen für die PsychotherapeutInnen

17. Februar 2017

Am Morgen des 17.2. haben die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) und die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) den Tarifvertrag der Länder (TvL) unterzeichnet. Neben einer linearen Tariferhöhung und und verschiedenen Detailregelungen hatten wir auch auf strukturelle Verbesserungen ähnlich wie beim Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) gehofft und speziell die Festlegung der Entgeltgruppe 15 für die PP und KJP. Wir hatten ab Oktober 2016 als Fachkommission PP/KJP innerhalb von Ver.di aber auch über die Kammern gegenüber den in den Ländern zuständigen Finanzministerien Druck in diese Richtung aufgebaut und teilweise auch positive Signale erhalten. Die Hoffnung, dass man dieses Ziel sozusagen im Durchmarsch erreichen könne, war vermutlich unrealistisch, denn die Strukturen von TVöD und TvL sind zu unterschiedlich, als dass man ganz einfach das TVöD-Ergebnis auf den TvL übertragen kann. Immerhin, und das gibt Hoffnung: Es ist vereinbart worden, dass im Laufe des nächsten Jahres auch für den TvL eine neue Entgeltordnung erarbeitet wird. Hier wird es sicher im wesentlichen (ähnlich wie im TVöD) um eine neue Struktur der Vergütung bei den Pflegeberufen gehen, und im Nebenschluss wird auch eine eigene Vergütungsgruppe für die PP/KJP herausspringen. Davon darf man wohl ausgehen. Allein: Es ist nicht völlig auszuschließen, dass man sich sogar dann darauf verständigt, dass die PP/KJP dann in die EG 15 kommen, denn ganz aktuell ist genau dieses im Uni-Klinikum Halle von ver.di herausverhandelt worden (im Rahmen eines Haustarifvertrages).
Hier finden sie den » Ver.di Bericht über den Tarifabschluss vom 17.2.17.

Inkrafttreten des Beschlusses über die neue Psychotherapierichtlinie

16. Februar 2017

Der Gemeinsame Bundesausschuss weist in einer Pressemeldung vom 16.2.2017 darauf hin, dass die im vergangenen Jahr intensiv und auch kontrovers diskutierte Neufassung der Psychotherapie-Richtlinie im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Sie ist jetzt also "in Kraft" und findet ab dem 1.4.2017 Anwendung. Hier ist der Link zur neuen Fassung der Psychotherapie-Richtlinie: » https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2634/. Auch finden sie unter diesem Link die sogenannten Tragenden Gründe, mit denen der G-BA die Veränderungen begründet und die Darstellung des Beratungsprozesses eim G-BA.

Rosa Beilage 1/2017 erschienen!

08. Februar 2017

8.2.2017 „Rosa Beilage“ Heft 1/2017 mit aktuellen Infos zur psychosozialen Fach- und Berufspolitik erschienen!
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